Schleiereulenkasten Reinigung + Update

Seid dem letzten Beitrag zum Schleiereulenkasten vom November 2017 hat sich einiges getan…

Ein paar Beiträge zu dem auf meinem Dachboden aufgebauten Schleiereulenkasten habe ich in diesem Blog schon veröffentlicht. Bei Interesse können diese Beiträge hier und hier nachgelesen werden.

2018 sind wieder Dohlen eingezogen:


Die Dohlen haben jede Menge Äste fürs Nest in den Kasten gebracht und sind dann auch angefangen zu brüten.
Ich habe jeden Tag durch die Kamera in den Kasten geguckt. Irgendwann war dann eine Schleiereule drin. Die beiden Dohlen und auch die Eier waren weg.
Diese Schleiereule war allerdings nicht lange alleine. Genauso plötzlich, waren eines Tages zwei Schleiereulen im Kasten.
Von nun an wurde gebalzt und geschmust:

Das Weibchen fing dann bald an zu brüten. Leider in der Ecke, die von der Kamera nicht erfasst wurde. Nach und nach schlüpften drei junge Schleiereulen.

Obwohl die Mutter dem am letzten geborenen (und demzufolge kleinsten) Jungtier als erstes die Nahrung gab, konnte es leider nicht überleben…


Tagsüber war die Mutter im Kasten bei den Jungen. Der Vater schief irgendwo draußen. Wenn es dunkel war, flog die Mutter aus dem Kasten und kam dann nach einer gewissen Zeit mit Nahrung (oft Mäuse) zurück.
Im Normalfall jagt der Vater und trifft sich dann auf einem Baum mit der Mutter zur Beuteübergabe.

Die kleinen Schleiereulen wurden größer und lebendiger. Man könnte sagen sie wurden zu Halbstarken 🙂

Auch tagsüber waren die Jungeulen immer wieder recht lebendig. Und hatten natürlich immer Hunger. Das ging dem Muttertier irgendwann so auf die Nerven, das sie nur noch zum Füttern in den Kasten kam und tagsüber – wie der Vater- draußen schlief.
Die Jungtiere hatten den Kasten für sich alleine:

Dann flogen auch die jungen Schleiereulen Nachts raus. Sie waren nur noch tagsüber zum Schlafen in dem Kasten.
Inzwischen sie ausgeflogen (oder MUSSTEN ausfliegen, die Eltern halfen bestimmt nach).
Übrigens bleibt ein großer Teil der ausgeflogenen Schleiereulen in einerm Radius von ca. 50 km und sucht sich eine Bleibe.
Der Schleiereulenkasten gehört seiddem wieder den Eltern, die tagsüber schlafen und nachts auf der Jagd sind.

Der Kasten muss natürlich auch mal sauber gemacht werden. Neben den Gewöllen der Eulen waren ja auch vorher die Dohlen drin, und hatten jede Menge Äste rein geschleppt. Da die Eulen wenns dunkel ist, ja auf der Jagd sind, kann dies ausgenutzt werden, um den Kasten zu säubern.

So sah es aus, als der Kasten geöffnet wurde:



War aber nicht so viel, wie nach der letzten Dohlenbrut. Siehe ältere Beiträge.
Der Kasten wurde gesäubert und mit etwas Kleintierstreu ausgelegt:



Die Kameralinse wurde vom Staub befreit und die Kamera wurde etwas anders eingestellt:

Das wars dann auch schon. Der Kasten konnte wieder geschlossen werden.

Die Kamera habe ich wie schon gesagt, etwas anders eingestellt. So kann man jetzt etwas weiter nach unten sehen.

Es war also ein erfolgreiches Jahr 2018!
Dieses Jahr werden die Schleiereulen wohl etwas früher anfangen zu brüten, da sie sich ja schon kennen und auch einen Kasten haben.
Auch beim Säubern wird in Zukunft nicht mehr ganz soviel anfallen, da solange die Schleiereulen im Kasten sind, keine Dohlen mehr reinkommen.

Interessant, wozu ein solcher Kasten alles gut sein kann:

Im erstem Winter haben drei Schmetterlinge (Admirale) in dem Kasten überwintert. Dann kamen Hohltauben und haben angefangen zu brüten. Diese wurde während der Brut von Dohlen rausgeschmissen, die dann ihrerseits anfingen zu brüten. Aus dieser Brut gingen sechs oder sieben Jungtiere hervor, die ein paar Wochen lautstark die Gegend terrorisierten 🙂
Leider habe ich erst danach eine Kamera montiert.
Im zeitigem Frühjahr 2018 fingen die Dohlen dann wieder an, den Kasten mit Ästen zu füllen und zu brüten. Dann kam eine Schleiereule. Und wir sind wieder beim Anfang dieses Artikels angelangt…

Die junge Schleiereule auf dem Beitragsbild habe ich vor einigen Jahren beim Schleiereulenkasten von Thomas Munk fotografiert.

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Axel, nach langer Zeit möchte ich Dir sagen, wie sehr ich Deine Berichte liebe. Es ist immer wieder interessant, besonders die „Eulengeschichte“.
    Ich melde mich demnächst mal telefonisch bei Dir. Herzliche Grüsse aus dem Westerwald.

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    • Axel Book

      Hallo!

      Ja. Es ist spannend und auch interessant!
      Mal sehen, was dieses Jahr so bringt!
      Vielen Dank für den Besuch auf meinem Blog und den Kommentar!
      Schönes Wochenende!

      Gruß aus Ostfriesland.

      Axel

      Antworten

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