Der Sperber (Accipiter nisus)

Der Sperber gehört zu den Greifvögeln und zur Familie der Habichtartigen.Auf den Bilder in diesem Beitrag ist ein junges Sperberweibchen zu sehen. Die Weibchen sind fast doppelt so groß und schwer wie den Männchen.
Diese müssen bei der Jagd schnell und wendig sein. Vor allem, wenn es darum geht, den Nachwuchs zu ernähren. Da kommt der kleinere Körperbau dann voll zur Geltung.
Die Weibchen haben eine Flügelspannweite von 67-80 cm, die Männchen von 58-65 cm. Die Köperlänge eines Weibchens schwankt zwischen 35-31 cm. Beim Männchen zwischen 29-34 cm.

Sperber sind sehr wendige und schnelle Jäger!
Sie ernähren sich überwiegend von kleinen und mittelgroßen Vögeln bis zur Größe einer Taube. Aber auch Mäuse , Fledermäuse, kleine Reptilien und Wirbellose stehen auf dem Speiseplan.
Sperber sind oft im Wald zu finden, aber auch in Grünanlagen kommen sie vor. An Futterplätzen, an denen sich ja oft viele Vögel versammeln, schlagen Sperber nicht selten ihre Beute. Sicherlich haben schon einige meiner Leser dies auch festgestellt…

Das Insektizid DDT, welches in Mitteleuropa heute glücklicherweise verboten ist, hat wie auch bei anderen Greifvögeln, den Bestand der Sperber stark reduziert. Seid ca. 1972 erholen sich die Bestände aber wieder.

Nach 12 Monaten sind Sperber geschlechtsreif. Sie führen während der Fortpflanzungszeit eine monogame Saisonehe.
Als Brutplatz bevorzugten Sperber dichte, mindestens 30jährige Nadelholzbestände. Aber auch in dichten Laubholzbeständen brüten Sie, wenn keine Nadelhölzer zur Verfügung stehen. Sperber bauen jedes Jahr einen neuen Horst.
Ab Mitte März / Anfang April beginnen sie mit dem Nestbau.
Mitte April / Anfang Mai legen sie dann in der Regel vier bis sechs Eier.
Nach einer Brutdauer von 33 – 35 tagen schlüpfen die Jungen.


Die Jungen bleiben etwas 30 Tage im Nest und werden dann noch zwei bis drei Wochen in Nestnähe von den Eltern gefüttert, wobei die Fütterung fast ausschließlich das Weibchen durchführt. Das Männchen ist für die „Beschaffung“ zuständig. Die Beuteübergabe erfolgt meistens an einem festen Übergabeplatz oder auch in der Luft.

Das Verbreitungsgebiet des Sperbers umfasst die Kanarischen Inseln, Irland, im Osten bis Kambodscha und Japan. Es gibt mehrere Unterarten, von denen vier nur sehr kleine Areale haben.


Je nach geographischer Lange sind Sperber Standvögel oder Langstreckenzieher. In Großbritannien sind sie zB. Standvögel. In Mitteleuropa zieht ein Teil der Sperber ab September bis November nach Südwesteuropa oder ins nördliche Afrika. Aus dem mittleren und nördlichen Skandinavien ziehen alle Sperber weg. Diese überwintern dann hauptsächlich in Mitteleuropa. Vor allem in Südfrankreich und Italien. Auch fast ganz Russland wird im Winter „geräumt“. Diese Sperber ziehen dann nach Nordostafrikas, den Nahen oder Mittleren Osten und auch den Süden Asiens.

Nach der Bestandserholung durch das DDT-Verbot ist der Sperber in Deutschland heute nicht mehr gefährdet.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen Dank für die Darstellung. In Natura hab ich ihn schon länger nicht gesehen.

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  2. Moin Axel, bin begeistert, super tolle Aufnahmen vom Sperber. Ebenso dein Bericht dazu beinhaltet wissenswertes.
    LG Uwe

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