Die Mondfinsternis vom 27/28.07.2018

Diese Mofi war schon etwas besonderes. Und das Wetter spielte diesmal mit! Nicht selbstverständlich hier in Ostfriesland!


Es dauerte eine ganze Weile, bis der Mond zu sehen war. Er ging hier in Westoverledingen fünf Minuten nach Beginn der Totalität auf. Leichter Dunst am Horrizont, der verdunkelte Mond und es war noch nicht dunkel. Also hieß es erstmal warten…länger, als ich dachte.

Also erstmal die Zeit vertreiben.

Bild von den fertig aufgebauten Fotoapparaten machen…

…untergehende Sonne mit der Russentonne fotografieren…

…als die Sonne dann untergegangen war, strahlte die Venus im vollem Glanz…

…den ISS-Überflug beobachten. Leider erlaubte die Helligkeit noch keine längeren Belichtungsdauer…deswegen ist nur ein kleiner „ISS-Strich“ auf dem folgendem Bild zu sehen…

…und dann war der Mond plötzlich da. Zuerst noch schwach, mit zunehmender Dunkelheit war er dann aber schnell gut zu sehen:

Der Mond war in einem schönem Rot gefärbt. Die Medien machen da ja gerne Blutmond raus. Ich sag da jetzt mal nichts zu…diejenigen, die mich kennen, wissen, was ich von unseren Medien halte…

Warum strahlt der Mond denn nun im rotem Licht?

Bei einer Mofi stehen der Mond, die Erde und die Sonne in einer Line. Zuerst strahlt die Sonne den Mond an. Es ist normaler Vollmond. Dann wandert der Mond in den Erdschatten. Die partielle Finsternis beginnt. Der Mond sieht „angeknabbert“ aus. Als dies passierte, war der Mond in Mitteleuropa noch unter dem Horizont, d. h. er war noch nicht aufgegangen. Hier in Westoverledingen ging der Mond fünf Minuten nach Beginn der Totalität auf. Und dann dauerte es ja noch eine Weile, bis man ihn sah. (Siehe oben)
Wenn unsere drei Darsteller jetzt in einer Reihe stehen, bedeckt der Erdschatten den Mond. Sonnenlicht bricht sich in der Erdatmosphäre., die auch mit Dunst und Staub gefüllt ist. In erster Linie wird das langwellige Spektrum gebrochen und zum Mond „weitergeleitet“. Dieser langwellige Anteil ist das rote Licht. Der Mond sieht jetzt rötlich aus.

Bei dieser Mofi ist der Mond weiter von der Erde entfernt. Dadurch ist er von der Erde aus gesehen etwas kleiner als sonst. Sehen kann man dies nicht. Aber dadurch dauert der Schattendurchgang  länger. 1 Stunde und 43 Minuten um genau zu sein. Damit ist dies die längste Mofi der 21. Jahrhunderts.

Das alleine ist ja schon toll!. Aber es kommt noch besser! Der Planet Mars steht momentan  in Opposition zur Sonne. D. h. er steht der Sonne gegenüber. Er geht auf, wenn die Sonne untergeht. Und er geht unter, wenn die Sonne aufgeht.
Die Entfernung Erde – Mars ist in dieser Opposition besonders klein. Ca. 60 Millionen Km. Dadurch ist er besonders hell. Und…er stand bei dieser Mofi auch noch knapp unter dem Mond. Also war das gestern Abend eine Mofi der Supersonderklasse!

Auf den Bilder ist der Mars als heller Punkt unter dem verfinsterten Mond zu sehen:

Dann wanderte der Mond langsam wieder aus dem Erdschatten heraus. Sonnenlicht traf wieder direkt auf die Mondoberfläche. Links wurde der Mond wieder heller. Die Totalität war vorbei:

Nach und nach traf mehr Sonnenlicht auf den Mond. Die Rote Farbe verschwand…

…und irgendwann war auch diese tolle Mofi Geschichte…

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Axel, du hast das richtig gut erklärt. Und dann keine Frage, deine Fotos sind Spitze.
    Ich hoffe, du hattest auch viel Freude an der Mofi. Danke für die spezielle Arbeit, so kann man immer noch mal schauen wie es denn war.

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  2. Hallo Axel, coole Aufnahmen. Ich hatte nicht soviel Glück, aber ich war Life dabei und das war auch gut. Wünsche dir noch einen schönen Sonntag. LG Uwe

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  3. Tolle Bilder! Gut, dass du so ein geduldiger Nachtrabe bist!
    Dankefür die schönen Aufnahmen

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    • Axel Book

      Hallo Ulla.

      Naja…Nachtrabe…ich weiß nicht…
      Aber einige Sachen gehen nun mal nur, wenns Nacht ist oder wird.
      Danke für Deinen Kommentar!

      LG

      Axel

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  4. Schöne Fotos! Und gut, dass das Wetter bei euch auch mitgespielt hat. Vor allem dein Bild, wie der Mond den ersten hellen Streifen hat, finde ich faszinierend. So lange habe ich es nicht ausgehalten. Also, doch ein Nachtrabe? 😉

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