Östlicher Hausrotschanz (Phoenicurus ochruros phoenicuroides)

Nachdem ich am letzten Samstag das Glück hatte, den Eistaucher zu bewundern, ging es am Sonntag in die Niederlande, um einen weiteren und selteneren Vogel zu beobachten. Den Östlichen Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros phoenicuroides).

Östlicher Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros phoenicuroides)

Ein paar Worte vorweg. Da der Vogel sich während ich dort war für vernünftige Fotos zu weit weg aufhielt, sind in diesem Blog nur Belegfotos zu sehen. Ich wollte diese Foto trotzdem zeigen, da mir diese Art mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder vor die Linse kommt. Durch das Spektiv war der östliche Hausrotschwanz sehr schön zu beobachten. Mit voll ran gezoomten 500er-Objektiv (an der EOS 600D schon ca. 600mm) sahen die Fotos mit dem Vogel dann so aus:

Es bleibt zum Vergrößern also nur eine Ausschnittsvergrößerung übrig. Das geht natürlich zulasten der Fotoqualität.

Der Östliche Hausrotschwanz ist eine Unterart des Hausrotschwanzes. Im Internet kann man nicht viele Informationen über diese Unterart finden. Selbst Wikipedia hat nur folgendes zu vermelden:

Phoenicurus ochruros phoenicuroides (F. Moore, 1854): Diese Populationen besiedeln Zentralasien und den Westen des Himalaya. Die Vertreter sind kleiner und weisen unterschiedliche Färbungen auf, haben aber stets graue Farbtöne auf dem Oberkopf.

Zum Überwindern zieht der Östliche HRS nach Südwestasien.

Wenn sich der ÖHRS mal in Mitteleuropa sehen lässt, macht das auf den einschlägigen Portalen gleich die Runde. In dem Gebiet, in dem sich der ÖHRS dann aufhält muss man nur nach Menschengruppen mit Spektiven oder Ferngläsern Ausschau halten. Auch in NL war eine kleinere Gruppe, die beobachtete. In der Zeit, in der ich da war, kamen immer wieder Ornies oder Interessierte nach, die den selten Gast sehen wollten.

Das war für mich die zweite Vogelart, die ich in den Niederlanden bestaunen konnte. Letztes Jahr konnte ich den Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus) in der Nähe von Groningen sehen. Leider war dieser zu weit weg für Fotos. Bei dem Mornellregenpfeifer besteht aber die Chance, das ich ihn hier in D nochmal vor die Kamera bekomme, oder auch „nur“ beobachten kann. Bein ÖHRS ist das eher unwahrscheinlich…

Kommentare (7) Schreibe einen Kommentar

  1. He Axel, danke für die Beschreibung. Auf den Fotos würde ich denken, dass könnte auch ein Rotkelchen sein. Wenn ich diesen kleinen Matz sehen würde, käme ich auf die Idee, dass er in unseren Breiten nicht vorkommt, oder ganz selten ist. Weißt du ob Männchen und Weibchen sich im Aussehen unterscheiden?
    Danke für deinen Beitrag.
    HG vd

    Antworten

  2. Fachleute unter sich! Da kann der Laie nur staunen!!
    Danke für Deinen interessanten Beitrag sagt Ulla

    Antworten

  3. Trotz Entfernung ein gutes Foto. Wo war das eigentlich in Holland und ist es jetzt auch noch da?
    Ich wäre gern hingefahren, aber vielen Dank für die Info.

    Antworten

    • Axel Book

      Hallo Hinni.

      Das war in der Nähe des Kiekkaaste. Auf der NL-Seite.
      War eine kurzfristige Entscheidung vom Jens-Hermann. Bin dann mit gefahren. Soweit ich weiß, ist der inzwischen nicht mehr da…

      Schönen Wochenbeginn!

      Gruß

      Axel

      Antworten

  4. Klasse Fund Axel. Stelle ich mir richtig witzig vor, dass so einige Menschen hunderte Kilometer fahren um einen seltenen Gast zu beobachten. Aber Glückwunsch, dass du ihn auch entdecken und sogar fotografieren konntest. Da lohnt sich die Reise definitiv.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.