Gemeine Scorpionsfliege (Panorpa communis)

Die Gemeinde Scorpionsfliege (Panorpa communis) gehört zu den Schnabelfliegen.
Warum aber Scorpionsfliege? Das erfahrt Ihr in diesem Beitrag…

Gemeine Scorpionsfliege (Panorpa communis)

Die Familie der Schnabelfliegen kommt weltweit in über 100 Arten vor.
Die hier beschriebene Art der Gemeinen Scorpionsfliege hat eine Flügelspannweite von 25 bis 35 mm und wird bis zu 3 cm lang.  Die vier Flügel sind netzartig geädert. Der Mundwerkzeuge sind schnabelartig verlängert.
Panorpa communis fliegt in zwei Generationen jährlich.

Die letzten Hinterleibssegmente sind rot. Die Geschlechtsbestimmung kann anhand der Form vorgenommen werden. Beide Geschlechter haben eine rote Farbe. Bei einem Weibchen ist dieser Körperteil leicht nach oben gebogen. Es handelt sich hierbei um die Legerähre. Bei einem Männchen ist dieser Körperteil stark zangenförmig nach oben gebogen und erinnert an den Stachel eine Scorpions. Daher auch der Name dieser Familie.

Auf diesen Bildern ist ein Weibchen zu sehen. Auf den folgenden Bild kann die leicht nach oben gebogene Legeröhre gesehen werden. Da ich die Blende falsch eingestellt hatte, ist dieser Bereich leider Unscharf. Erkennen kann man es trotzdem…

Nach der Paarung legt das Weibchen an feuchten Stellen 30 – 50 Eier ab. Die raupenähnlichen Larven schlüpfen nach ca. 10 Tagen.  Sie entwickeln sich dann im Erdreich weiter. Das Vorpuppenstadium kann in der zweiten Generation, bis zu 8 Monate dauern, da der Winter dazwischen liegt.  In der Sommergeneration wir nach ca. 2 Wochen das Puppenstadium erreicht, welches dann ebenfalls ca. 2 Wochen dauert.
Bevorzugt lebt die Gemeinde Scorpionsfliege in dunklen und feuchten Lebensräumen, wie zB. Wälder oder auch Waldränder.

Als Nahrung für das ausgewachsene Insekt und auch für die Larven dienen tote oder kranke/geschwächte Insekten. Interessant ist, das diese Art auch Spinnenetze aufsucht um dann deren Beute zu fressen. Die Spinne greift die Scorpionsfliege nicht an. Warum dies so ist, ist bis heute ungeklärt…

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Die hat ja wirklich einen ordentlichen Schnabel. Da muss ich mal Ausschau halten. Ich glaube, die Art kenne ich vom Sehen, aber so genau wie du habe ich sie noch nicht betrachtet. Danke für die spannenden Infos!

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    • Axel Book

      Hallo Mirjam.

      Die Fotos stammen aus dem letzten Jahr. Ich wusste nicht, was das ist und habe sie dann fotografiert.
      Fand das Aussehen total interessant.

      Danke für Deine Kommentare!

      LG

      Axel

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