Gespinstmotte

Gestern war auf der Titelseite einer lokalen Zeitung (General-Anzeiger) zu lesen:

„Raupe frisst Bäume kahl“

Am Wanderweg Westoverledingen / Rhauderfehn wurde eingesponnene Weiden entdeckt. Es hatten besorgte Bürger bei den örtlichen Behörden angerufen.

Doch wenn man genau hinschaut kann man immer mal wieder um diese Jahreszeit solche Entdeckungen machen. Auch an der Deichstraße im Ihrhover Hammrich sind seid ca zwei Wochen solche eingesponnenen Büsche / Bäume:

Eingesponnen durch die Gespinstmotte

Eingesponnen durch die Gespinstmotte

Doch was hat es mit dieser Gespinstmotte überhaupt auf sich?

Die Gespinstmotte gehört zur Familie der Schmetterlinge und ist ein Nachtfalter. Es gibt weltweit ca. 900 Arten hiervon. In Europa sind bis jetzt 116 Arten bekannt. In Mitteleuropa kommen wir auf 74 Arten. Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Art liegt in den Tropen.

Namengebend sind die Gespinste in denen sich die Raupen verpuppen.

Auf dem folgendem Foto kann man die Raupen sehen:

Raupen der Gespinstmotte

Raupen der Gespinstmotte

Aus diesen Raupen entwickelt sich nach gut 20 Tagen die nachaktive Motte. Diese Motte lebt rund 30 Tage. In diesen 30 Tagen paart sie sich und legt ihre ca. 150 Eier an einer Wirtspflanze ab. Ca. 15 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Larven. Diese verkriechen sich dann unter einer rotbräunlichen, wasserdichten Schutzschicht und überwintern so.

Im Frühjahr kriechen sie hervor, dringen in die Knospen ein und ca 10 Tage später findet die erste Verpuppung (Häutung) statt. Jetzt spinnt sie mit ihren Artgenossen die Wirtspflanze ein und frisst und frisst…20 Tage lang.  Nach der letzten Verpuppung ist die Motte „fertig“. Das ganze beginnt von vorne…

Gespinstmotte Raupe

Gespinstmotte Raupe

 

Raupen

Raupen

 

 

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